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Bremervörde - Ein kurzer Überblick über eine lange Geschichte

Impressionen unserer Stadt

 

Mittelsteinzeit

Die ersten Anfänge einer Besiedlung des Bremervörder Raumes lassen sich bis in die Mittelsteinzeit zurückverfolgen. Stein- und bronzezeitliche Hügelgräber, darunter der "Plietenberg" im Staatsforst Höhne, befinden sich in näherer Umgebung von Bremervörde.

 

Mittelalter bis frühe Neuzeit

Auf dem Pliethenberg bei Bremervörde konzentrierte sich im Mittelalter und bis in die frühe Neuzeit der Landverkehr von Stade, Buxtehude und Hamburg nach Bremen und umgekehrt.

 

Der ursprüngliche Name "Bremervördes"

Einiges über die Geschichte Bremervördes sagt schon der ursprüngliche Name aus, der bis in das 17. Jahrhundert hinein "Vorde" oder "Vörde" lautete. Dieser Name bedeutet im Altniederdeutschen "Furt" (=Übergang) und kennzeichnete den einzig bedeutsamen Übergang des Elbnebenflusses Oste. In dieser verkehrsstrategischen Bedeutung liegt die Keimzelle der Ostestadt. Bereits vor dem Jahre 1035 wurde, zum Schutz des Handelweges, die Ostefurt durch eine kleine Wasserburg, die sogenannte alte Burg, gesichert. Sie lag unmittelbar an der Oste gegenüber dem Vorwerk.

 

Die große und mächtige Burg Vörde "castrum vorde"

Zu Beginn des 12. Jahrhunderts (1112 oder 1122) wurde auf dem Burgberg vom Sachsenherzog Lothar von Supplingenburg (dem späteren Kaiser Lothar) die große und mächtige Burg Vörde, "castrum vorde" genannt, erbaut, die als Hauptburg des Erzbistums in die Geschichte einging. Durch ihre Größe und dominierende Bedeutung im Lande zwischen Elbe und Weser war die Burg Vörde während der folgenden Jahrhunderte oftmals Gegenstand von erbitterten kriegerischen Auseinandersetzungen. So gelangte die Festung im Streit um das Erbe der Stader Grafen zunächst in den Besitz von Herzog Heinrich dem Löwen und seiner Söhne, ehe sie 1219 an die Bremer Erzbischöfe fiel. Da die Burg Vörde im Mittelpunkt des geistlichen Fürstentums lag, wurde sie im Laufe des späten Mittelalters zum Sitz der Zentralverwaltung des Erzstifts Bremen wie auch der Lokalverwaltung der Vogtei oder des Amtes Bremervörde. Mehrere Bremer Erzbischöfe haben als weltliches und geistliches Oberhaupt des Erzstiftes von Bremervörde aus regiert.

 

Entwicklung des Ortes "Vorde"

Unweit der Ostefurt entwickelte sich der Ort Vorde, der seit dem 14. Jahrhundert als Marktflecken bezeichnet wurde und seit etwa 1580 erstmalig den Namen "Bremer"-Vörde trug.

 

Viel Unruhe im Dreißigjährigen Krieg

Viel Unruhe brachte der Dreißigjährige Krieg über die Burg und den Flecken Bremervörde, als "Zankapfel" zwischen den dänischen, kaiserlichen oder schwedischen Truppen. So wurde im Jahre 1645 der gesamte Flecken, der sich in einem Halbkreis um den Burgberg erstreckte, geschleift und die Bürger mußten ihren Ort an anderer Stelle neu aufbauen.

 

Frieden zu Osnabrück und Münster im Jahre 1648

Nach dem Frieden zu Osnabrück und Münster im Jahre 1648 kam Bremervörde zum Königreich Schweden unter der "sagenhaften" Königin Christine, der Tochter Gustav Adolfs, das den Regierungssitz von Bremervörde nach Stade verlegte. Für die schwedische Krone verlor die Burg Bremervörde ihre militärische Bedeutung und so wurde im Jahre 1682 der überwiegende Teil der Festung geschleift. Erfreulicherweise ist ein Teil der Burg, die ehemalige erzbischöfliche Kanzlei, erhalten geblieben.

 

Kurfürstentum Hannover und "Torfkonjunktur"

Im Jahr 1719 kam das damals kleine "Landstädtchen" zum Kurfürstentum (und späterem Königreich) Hannover und Bremervörde nahm als Mittelpunkt der gewaltigen Moorkolonisation durch den Moorkommissar Jürgen Christian Findorff (1720 - 1792) einen erheblichen wirtschaftlichen Aufschwung. Der Bremervörder Hafen wurde Mittelpunkt der sogenannten "Torfkonjunktur", und in manchem Jahr machten über 1.000 Segelschiffe vor Bremervörde auf der Unteroste fest.

 

Bremervörde erhält Stadtrechte

Durch die positive wirtschaftliche Entwicklung und durch die zentrale Lage für Handel und Verkehr stieg die Anzahl der Einwohner und Bürger bis 1847 auf damals beachtliche rd. 3.000 Personen an. Sichtbares Zeichen dieses Aufschwungs waren im Jahre 1847 die Einführung der städtischen Verfassung und 1852 die Verleihung des Titels Stadt durch Georg V., König von Hannover.

 

Anschluß an das überregionale Eisenbahnnetz

Im Jahre 1898 festigte Bremervörde die zentrale Lage im "Herzen des Elbe-Weser-Dreiecks" durch den Anschluß an das überregionale Eisenbahnnetz.

 

Wilhelm Busch in Bremervörde

Die alten "Heirathsbücher" im Standesamt Bremervörde sind große, ledergebundene Register, in denen man die Eheschließungen in unserer Stadt seit 1874 zurückverfolgen kann. Meist ganz "normale" Eheschließungen. So würde man sicherlich auch den Heiratseintrag vom 4. Oktober 1878 überlesen, in dem als zweiter Trauzeuge profan der "Maler Wilhelm Busch, sechsundvierzig Jahre alt, wohnhaft zu Wiedensahl" eingetragen worden ist. Wüßte man nicht, daß es der große Humorist Wilhelm Busch (1832 - 1908) war, der sich damals in Bremervörde aufhielt und dem der Ausspruch zugeschrieben wird:

 

"Schön ist's auf der ganzen Erde,

am schönsten doch in Bremervörde."

 

Bremervörde wird Verwaltungszentrum

1932 wurde Bremervörde Verwaltungszentrum des aus den Altkreisen Bremervörde und Zeven gebildeten größeren Kreises Bremervörde. Im Zweiten WeltkriegMarktortes. Diese Funktion blieb auch unverändert, als sich nach dem Krieg die Einwohnerzahl durch die Heimatvertriebenen verdoppelte. hatte die Stadt dann knapp 5.000 Einwohner und für den großen Einzugsbereich die Bedeutung eines wichtigen Marktortes. Diese Funktion blieb auch unverändert, als sich nach dem Krieg die Einwohnerzahl durch die Heimatvertriebenen verdoppelte.

 

In den 50er Jahren...

...und sich in den 60er Jahren verstärkend, haben "neue" und "alte" Bürger Bremervördes eine moderne Stadt gebaut, welche die zahlreichen Auswanderer der Vorkriegszeit bei ihren Besuchen kaum wiedererkennen und deren zeitgemäßes Bild sie in ungläubiges Staunen versetzt.

 

Seit 1977 ist Bremervörde nicht mehr Kreisstadt

Am 01.08.1977 wurde aus den ehemaligen Landkreisen Bremervörde und Rotenburg der Landkreis Rotenburg/Wümme gebildet. Eine Nebenstelle der Kreisverwaltung befindet sich nach wie vor in Bremervörde. Mit einer Fläche von 2.070 qkm ist er einer der größten Landkreise der Bundesrepublik Deutschland, mit rund 154.000 Einwohnern jedoch relativ dünn besiedelt.

 

2. Niedersächsischen Landesausstellung "Natur im Städtebau"

Sicherlich ein Höhepunkt in den letzten Jahren war die Durchführung der 2. Niedersächsischen Landesausstellung "Natur im Städtebau" im Jahre 1991. Rund 500.000 Besucher durften die Verantwortlichen zu diesem Ereignis in Bremervörde begrüßen. Auch nach Beendigung der Landesausstellung bleibt dieses rund 100 ha große Gelände mit dem Vörder See als Natur- und Erlebnispark Bremervörde den Bürgern und Besuchern als attraktiver Natur- und Freizeitraum erhalten.

 

Wappen der Stadt Bremervörde

 

Partnerschaften

Bremervörde unterhält Städtepartnerschaften mit der Stadt Barth in Mecklenburg-Vorpommern und mit der Stadt Krosno Odrzańskie in Polen.

 

Darüber hinaus besteht eine Patenschaft mit der 4. Kompanie des Luftlandeunterstützungsbataillon 272 , welche in der Fallschirmjägerkaserne in Seedorf stationiert ist.

 

Museen

Im Alten Kreishaus, dem ältesten erhaltenen Gebäude der Stadt, befindet sich heute das Bachmann-Museum. Nach dem Neubau des Kreishauses, auf dem Gelände der ehemaligen Burg Vörde, wurde das Gebäude zunächst als Kreismuseum genutzt, bis 1991 auch als Kreisarchiv. Heute beherbergt das Museum Exponate zur Geologie, Archäologie und Geschichte der Region. Daneben finden auch themenbezogene Wanderausstellungen, Führungen und Vortragsreihen statt. Nur wenige Minuten Fußweg vom Museum entfernt befindet sich am Ufer des Auesees ein rekonstruiertes Hüttendorf der Mittelsteinzeit. In der Vorwerkstraße ist das Museum des ehemaligen Landkreises Stuhm in Westpreußen untergebracht.

 

 

Unser Stadt in Zahlen

Fläche in qkm: 150,15

Einwohnerzahl (Stand: 31.12.2015): 18.645

Höchster Punkt über NN: + 33,4 (Waldgebiet Höhne)

Tiefster Punkt über NN: - 0,4 (Ostendorfer Wiesen)

Länge von West nach Ost: ~ 12,50 km

Länge von Nord nach Süd: ~ 20,50 km

Geographische Lage: östliche Länge 9° 10'; nördliche Breite 53° 30'